23.7.2004                 Strecke: Porz – Osnabrück (Dammer Berge): 193 km   unterwegs: 3 Stunden

Es ist alles zur Abfahrt bereit: Lebensmittelboxen, Wäschekorb mit der Bekleidung, der Kartoffelsalat usw....

Norbert holt noch etwas Bier (in der erlaubten Menge) und Fanta,   Lenchen und Rocko werden ins Hotel Oma gebracht. Ich kontrolliere zum 87. mal die Reiseunterlagen, Fototasche, Laptopzubehör und all` diese lebensnotwendigen Dinge.

Um 18:15 Uhr, nachdem wir festgestellt haben, dass wir noch einen Campingtisch brauchen, holen wir das Wohnmobil bei der Vermietungsstelle  in Gremberghoven ab. Mit uns werden noch zwei Portugalreisende in die technischen Geheimnisse des Wohnmobils eingeweiht und wir versuchen uns das wichtigste zu merken.

                           

Bei schwülen 28 Grad und einer Staumeldung von insgesamt 8 km im Hinterkopf beladen wir zügig das Wohnmobil:

 

Während Oma mich dabei tatkräftig unterstützt, Meike rund 100 mal die Strecke Wohnung – Wohnmobil läuft, filmt Thomas dieses Großereignis und Opa sorgt für die entsprechenden Fotos, nachdem Norbert ihm nicht unbedingt ausreichend die Frage beantworten konnte, wo denn jetzt nun die Gasflasche untergebracht ist.

 

 

 

 

Irgendwie ist der Fahrer des Womos während der Packaktion verschwunden und taucht gegen 21:00 Uhr – nachdem alles verstaut ist – wieder auf.

Wir verabschieden uns von Oma und Opa und nehmen ihre besten Urlaubswünsche mit auf unsere lange Reise, die bei Kilometerstand  77611 beginnt.

Doch bereits nach 1,5 km erwischt uns die erste und – allerdings auch, soviel sei vorweg genommen – einzige Panne der gesamten Reise:

Der heftigen Kurvenauffahrt auf die Flughafenautobahn ist die versehentlich nicht arretierte Tür des Kühlschranks nicht gewachsen: Sie öffnet sich ganz von selbst  und heraus schießt die Kartoffelsalatschüssel, die nach einem eleganten Salto auf Meikes Füßen landet. Dabei leistet das Kuchenblech mit dem leckeren Erdbeerkuchen der Komposition den entsprechenden Ausdruck.

Gezwungenermaßen findet somit die erste Rast an der Tankstelle Schloss Röttgen statt:

Das Kuchenblech wird etwas stabiler unter dem Tisch geparkt und der obere Kartoffelsalat wieder zurück in die Schüssel befördert. Zum Glück lässt sich der Rest gut mit Küchenpapier besiegen.

Scheinbar hatten noch ein paar andere Urlauber die Idee bereits am Freitagabend abzureisen, die treffen wir dann bei ausgeprägten Staus auf den ersten knapp 200 km Autobahn – wir schaffen die Strecke bis Osnabrück in gut drei Stunden.

Norbert muss sich an die Windanfälligkeit des Womos gewöhnen und nicht nur das: Die Handbremse befindet sich auf der linken Seite und das Lenkrad ist deutlich größer als im normalen PKW. Dazu der dichte Verkehr, die beginnende Dunkelheit, der Stau, die Müdigkeit – alles zusammen kein so vielversprechender Start in unser Abenteuer Wohnmobilfahrurlaub.

Nachdem wir um halb eins in der Nacht auf dem Rastplatz Dammer Berge Erdbeerkuchen gegessen haben gehen wir zum ersten Mal im Womo schlafen. Meike bekommt allerdings zu Mitternacht noch ein Extraküsschen – schließlich wird sie heute 12 Jahre alt! (Das ist auch der Anlass, warum wir ein Blech Erdbeerkuchen als Proviant mitführen.)

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